Rezension zu „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“

von Pascal (7d)

Das Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erschien erstmals 1971 in englischer Sprache (Originaltitel: „When Hitler Stole Pink Rabbit“). Die Autorin ist die 2019 verstorbene Judith Kerr. Die Übersetzung ins Deutsche erschien erstmals 1973 im Ravensburger Buchverlag von Annemarie Böll. Das Buch ist der erste Band einer Trilogie. Nachfolgende Bände sind: „Warten, bis der Frieden kommt“ und „Eine Art Familientreffen“.

Das Buch spielt in den Jahren 1933-1935. Hauptperson ist die jüdische Anna Kemper, welche die damals 9-jährige Judith Kerr darstellt. Das Buch handelt von der Flucht von Annas jüdischer Familie vor den Nazis 1933. Anna ist in Berlin recht wohlhabend aufgewachsen. Aber als einer von wenigen erkennt Annas Vater – ein berühmter Schriftsteller und einer der größten Gegner der Nazis – wie schlimm diese sind und flieht vor ihnen zunächst nach Prag und dann weiter nach Zürich in die Schweiz, wohin ihm wenig später auch Anna, ihr Bruder Max und ihre Mutter folgen. Anna kann sich mit dieser Situation anfangs nur sehr schwer anfreunden und versteht auch noch nicht so richtig, wieso sie fliehen mussten. Zudem lebt Annas Familie in ungewohnt ärmlichen Verhältnissen und konnte nur das Wenigste mit in die Schweiz nehmen, der Rest musste in Berlin bleiben z.B. auch Annas geliebtes rosa Stoffkaninchen. Die Familie kommt erst einmal in einem kleinen Gasthaus unter. Doch Annas Vater fällt es schwer, eine Zeitung zu finden, die seine Artikel druckt, da die Schweiz ein neutrales Land sein will, weil sie Angst haben, in die Schussbahn der Nazis zu geraten. Nach einem halben Jahr in der Schweiz zieht die Familie nach Frankreich weiter. Anfangs läuft es in Paris für den Vater besser, denn hier findet er endlich Zeitungen, die seine Artikel drucken. Doch aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise dort können die Zeitungen ihm nur sehr wenig Geld zahlen und auf Dauer ist es zu wenig. Anfang 1935 beschließen sie, weiter nach London zu ziehen. Auch darüber sind Anna und Max nicht gerade glücklich, konnten sie doch gerade erst endlich die französische Sprache gut beherrschen. Nun geht es also schon wieder in ein neues Land mit neuer Sprache. Ob die Familie dort endlich ihr großes Glück findet?

Das Buch ist in der personalen Perspektive aus Sicht von Anna geschrieben. Das Buch ist – da schon etwas älter – in einem manchmal recht schwierigen Schreibstil geschrieben, da viel mit dem Wort „obgleich“ gearbeitet wird; welches heutzutage ja eher selten bis gar nicht mehr genutzt wird. Aber abgesehen von solchen Worten und manchmal – aus heutiger Sicht gesehen – komischer Satzstellungen, ist das Buch dennoch gut zu lesen, was vor allem daran liegt, dass es sehr spannend geschrieben ist und man sich immer fragt, was wohl als Nächstes passieren wird. Auch gibt es hin und wieder, trotz des eigentlich ernsten Themas, etwas zum Lachen, was das Buch auflockert. Daher fiel es mir sehr schwer, dass Buch aus der Hand zu legen, weshalb ich fast das ganze Buch an einem Tag durch hatte (wir haben es als Schulbuch gelesen, aber gemeinsam als Klasse nur die ersten Kapitel gelesen).

Auch in die Personen konnte man sich ganz gut hineinversetzen. Nicht so gut gefallen hat mir, dass man das Buch nicht unbedingt als abgeschlossen bezeichnen kann. Allerdings ist es immerhin kein totaler Cliffhanger.

Insgesamt hat mir das Buch, trotz ein paar Einzelheiten, sehr gut gefallen. Ich gebe ihm 4,5 von 5 Sternen.

Als Klasse waren wir außerdem im Film „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, welcher 2019 neu in die Kinos kam. Manche Dinge wurden ganz gut umgesetzt, aber es wurde leider auch sehr viel gekürzt oder verändert, was mir teilweise überhaupt nicht gefallen hat. Aber gut fand ich zum Beispiel, dass auch im Film die lustigen Inhalte seinen Platz gefunden haben. Dennoch kann ich den Film nur bedingt empfehlen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen für ihn.

Bis zum nächsten Mal, euer Pascal!

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